Sonntag, 27. Mai 2018

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Neuer Fort- & Weiterbildungskurs: Neuro-Fasziale Integration

Patrick Pfeifer
Patrick Pfeifer

  Kursinformationen:
  Termin(e)
  Teil 1
    • 12.10. - 14.10.2018   

  Teil 2
    • 07.12. - 09.12.2018

  Veranstaltungsort(e)
  Wiesbaden
  Rathausstr. 57
  65203 Wiesbaden
  Badhaus Schwarz

  Fortbildungspunkte (FP)
  26 je Teil

  Unterrichtseinheiten (UE)
  je 21 UE, plus
  Selbststudium 26 UE je Teil

  Gebühr
  VPT-Mitglieder: 750,-€
  Nichtmitglieder: 750,-€

  Kursleitung
  Patrik Pfeifer

  Unterrichtszeit
  Fr - Sa: 9.00 - 17.30 Uhr
  So: 9.00 - 15.00 Uhr

Jetzt zum Kurs!

Lassen sich spezielle Dysfunktionen der Extremitäten oder der Wirbelsäule gezielt als Filtertest nutzen, um dahinter liegende viszerale Störungen aufzuspüren und effizient zu behandeln? Wie hängen fasziale Restriktionen mit somatoviszeralen Störungen und mit dem autonomen Nervensystem zusammen? Diese und weitere spannende Fragen beantwortet die Neurofasziale Integration, die Kenntnisse aus Embryologie, Osteopathie und Faszienforschung vereint.


Warum Neurofasziale Integration?
Die Neuro-Fasziale Integration (NFI®) schreibt den Faszien und den Fluida die Aufgaben zu, die sie seit den ersten embryologischen Wochen besitzen: Die wahrhaft ganzheitliche Information, Versorgung und die Verbindung aller Zellen, Organe und Körperabschnitte miteinander.

Im Dienst der Organe und des Nervensystems reagieren Faszien mit Spannungsänderungen, was eine verblüffend einfache Diagnostik und Behandlung ermöglicht.


Hintergrund
Leben formt und vollzieht sich in Resonanz auf seine Umgebung. Maßgeblich dafür ist vor allem eine bedarfsgerechte Steuerung der Trophik. Als gestaltende Kraft für Struktur, Funktion und Gesundheit werden in der Embryologie, der Osteopathie und der Biologie Felder beschrieben, die es ermöglichen, dass aus einer einzigen befruchteten Zelle und ihren Genen ein vollständiger Mensch heranwächst. Während die Gene die Identität unserer Strukturen und deren Funktionen bestimmen und formen, werden Ort und Zeit von deren Entstehung morphogenetischen Feldern zugeschrieben. Diese Information für die perfekte Gesundheit bleibt uns zeitlebens erhalten. Sie dient dazu, in Abstimmung mit auftretenden Reizen alle Systeme im Gleichgewicht zu halten oder dieses wiederzuerlangen.

Embryologisch beginnt die Gestaltwerdung mit der Anlage des Nervensystems (Ektoderm) und der Organe (Endoderm), bevor zwischen ihnen ein weiteres Gewebe (Mesoderm) entsteht, aus dem später das Bindegewebe und alle Fluida hervor gehen. Dieses Gewebe stellt als einziges ganzheitliches System die Verbindung aller Teile dar – es informiert und versorgt sie und es passt sich an, um Dysfunktionen bestmöglich zu kompensieren.


Die Rolle der Faszien und der Fluida für die NFI
Der willkürlichen und unwillkürlichen Steuerung zahlloser Regulationsprozesse dient das Nervensystem, das daher neben den lebenswichtigen Organen höchste Priorität hat. Die Autonomie der unwillkürlichen Nervensysteme dient dabei der Entlastung des willkürlichen Anteils. Mit Tausenden von gleichzeitigen Regulationsprozessen wäre dieser schlicht überfordert.

Die Faszien und ihre Fluida stellen die Infrastruktur für diese Regulationsprozesse bereit. Dicht besetzt mit Rezeptoren informieren sie Zellen und Nervensystem gleichermaßen, mit besonders enger Verbindung zum unwillkürlichen Nervensystem. Dies gelingt über die Kollagenstruktur der Faszien, über kleine Kanälchen in der Zellmembran sowie über die Zusammensetzung der extrazellulären Matrix (EZM). Faszien sind somit verantwortlich für die Hämodynamik und die Neurodynamik. Ihre Kollagenstrukturen fungieren dabei als Halbleiter. Es wird angenommen, dass das kollagene Netz und seine Fluida den Hauptanteil des Meridiansystems in der Akupunktur ausmachen. Es werden ihm Erinnerungsfunktionen zugeschrieben, sowie ein "Körper-Bewusstsein". Im Bioengineering ist es sogar gelungen, das Fibrinskelett eines Herzens mit Stammzellen zu besiedeln und aus diesem einen schlagenden menschlichen Herzmuskel zu erschaffen.

Hierarchisch stehen die Faszien im Dienst der Organe und reagieren kompensatorisch auf viszerale Störungen, Fehlregulationen im Vegetativen Nervensystem (VNS), z.B. infolge von Stress, und Verschiebungen des pH-Wertes mit reversibler Spannungsanpassung. Daraus resultiert Mobilitätsverlust von Gelenken oder Teilen der Wirbelsäule, bis hin zu "Blockierungen".


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