Mittwoch, 23. Januar 2019

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19. Dezember 2018

Erhöhung der Gefahrklasse der Physiotherapie: Rückmeldung von der BGW

Erhöhung der Gefahrklasse der Physiotherapie: Rückmeldung von der BGW

Ab 1. Januar 2019 gilt für die Berufsklasse der Physiotherapeuten ein neuer Gefahrtarif der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtpflege (BGW). Dies beruht auf einer neuen Einstufung der Gefahrenklasse für Physiotherapeuten. Der neue Tarif, welcher eine deutliche Erhöhung (ca. 17 Prozent) beinhaltet, wird erstmals im Frühjahr 2020 bei der Berechnung der Beiträge angewandt. Im Interesse seiner Mitglieder hat der VPT im November eine Stellungnahme zu der neuen Einstufung von der BGW angefordert.

In einem Antwortschreiben an den VPT erklärt die BGW nun, dass die Gesamtkosten, die für Prävention, Rehabilitation und Renten entstehen, auf die versicherten Unternehmen umgelegt werden. Die Mitgliedsunternehmen werden hierfür in Unternehmensarten gegliedert, für die anschließend ein gemeinsames mittleres Risiko ermittelt wird. In einem Beobachtungzeitraum von sechs Jahren werden alle Entschädigungsleistungen für Versicherungsfälle, den Gesamt-Bruttoentgelten und Versicherungsnummern der persönlich versicherten selbstständigen Tätigkeiten gegenübergestellt. Die Ergebnisse dieser Berechnung (Belastungsziffer) sollen laut BGW die Unfallgefahr einer Unternehmensarbeit abbilden. Anschließend werden die Belastungsziffern aller Unternehmensarten miteinander verglichen und bei Bedarf nach weiteren zusätzlichen Erkenntnissen sortiert. Hieraus resultieren die aktuell vorhanden 15 Tarifstellen.

Während in den vergangenen Jahren laut BGW Unternehmensarten mit unterschiedlich hoher Unfallgefahr in einer Tarifgruppe zusammengefasst wurden, würden in der neuen Gefahrklasse der Tarifstelle 07 nun relativ genau das eigene Unfallrisiko der Ergotherapie und Physiotherapie abgebildet werden. Risikoärmere Unternehmensarten, wie die Praxen der Logopädie und der Entbindungspflege, können demnach nun einer Gefahrklasse zugeordnet werden, die ihrem tatsächlichen Risiko entsprechen würde. In den vergangenen Tarifen hätten diese risikoärmeren Unternehmensarten nämlich dafür gesorgt, dass die Gefahrklasse insgesamt niedrig gehalten wurde.

„Uns ist klar, dass der Anstieg der Gefahrklasse bei den Betroffenen nicht auf positive Resonanz stößt“, so die BGW in ihrer Antwort an den VPT. „Es ist aber letztlich nur eine Begünstigung entfallen, die über einen langen Zeitraum zu einer niedrigen Gefahrklasse im Bereich der Ergotherapie und der Physiotherapie geführt hat.“

Natürlich ist diese Antwort wenig befriedigend. Wir werden daher als Verband die neuen Einstufungen genau verfolgen.

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